Heavyhardes.de (Alemania)

(05 Sep 2013)

Paraiso Sin Fe ist nach dem 2006er Debüt Letargo das zweite Album dieser spanischen Death Metal-Truppe. Sechs Jahre liegen also zwischen diesen beiden Scheiben, eine lange Zeit. Ob sich das im Vergleich zum Einstand gelohnt hat, kann ich aber aufgrund meiner Unkenntnis des Erstlings nicht beurteilen.

Fakt ist jedoch, dass Karonte keine reine Knüppelband sind. Stattdessen fährt das Quartett einen melodischeren Ansatz ohne sich aber in schwedischen Gefilden zu verlieren. Gerade die Arbeit an der Lead-Gitarre ist hier sehr prägend. Prägend ist auch die Rhythmusarbeit. Karonte ziehen einen überwiegend ordentlichen Groove auf und erinnern dabei nicht selten an Groovemonstercombos wie Obituary, Bolt Thrower oder auch Six Feet Under. Der Schwachpunkt, der sich dabei aber ganz schnell offenbart, ist die mangelnde Variation im Tempobereich. Karonte definieren sich rein über Midtempo-Tracks, was ganz schnell ganz schön ermüdend wirkt. Dass dann die Abnutzungserscheinungen ziemlich schnell eintreten, sollte jedem klar sein.

Paraiso Sin Fe wird bei mir sicherlich nicht sonderlich oft im Player auftauchen, zu monoton sind die Tracks auf Dauer, zu gleichförmig der Aufbau. Brutalität und Groove hin, Melodie her, international werden Karonte es wohl schwer haben.

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